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Urlaub alleine mit meiner Tochter in Bulgarien

Das Meer

Letztes Jahr ging unser Sommerurlaub nach Bulgarien an den Goldstrand. Es war das erste Mal, dass ich ganz alleine mit meiner Tochter geflogen bin. Und nicht nur meine Tochter war aufgeregt. 😉 FĂŒr sie war es allerdings das erste Mal mit dem Flugzeug fliegen. Weshalb ihre Aufregung auch durchaus berechtigt war.

Der Goldstrand
Der Goldstrand

Allein die Vorbereitungen waren schon sehr chaotisch. Ich konnte mich erst nicht entscheiden, wo es denn hingehen soll.
Zur Auswahl hatte ich TĂŒrkei, Ägypten, Tunesien oder halt Bulgarien. Da mir die Entscheidung so schwer fiel, verstrich ein Tag nach dem anderen und irgendwann waren nur noch paar Tage ĂŒbrig und die ersten drei LĂ€nder waren dann auch schon aus der Auswahl rausgefallen. Also buchte ich an einem Donnerstag unseren 10-tĂ€gigen Urlaub nach Bulgarien. Und der Flieger ging schon am Sonntag.

Nachdem ich auf Buchen & Bezahlen gedrĂŒckt hatte, fing mein Puls an in die Höhe zu schießen. Auf einmal schoßen mir alle möglichen Gedanken durch den Kopf.

Manche Probleme kann man sich selbst zurecht denken

  • Du fliegst alleine, mit Deiner Tochter.
  • Was ist wenn Dir etwas passiert? Deine Maus ist dann ganz alleine, in einem fremden Land, wo sie die Sprache noch nicht mal kann.
  • Andersrum, was ist, wenn ihr etwas passiert? Okay, sie hat Gott sei dank eine Unfallversicherung und ich könnte mich ja dort mit Englisch verstĂ€ndigen.

Also ein Punkt, den ich beruhigt abhaken konnte.

  • Aber was ist, wenn sie dort entfĂŒhrt wird?

Denn anhand von Reisehinweisen konnte ich nĂ€mlich feststellen, dass die EntfĂŒhrungsrate angestiegen war. Genervter Gedanke: Ich hĂ€tte ja auch mal vor der Buchung drauf gucken können.

Okay, daraufhin war mein erster Gedanke: du wachst ĂŒber deine Maus wie ne Löwenmama! Somit habe ich es von mir abhĂ€ngig gemacht und die volle Verantwortung ĂŒbernommen.

  • NĂ€chster Punkt: was ist wenn ich beraubt werde.

Gerade in den Touristengebieten steigen die Zahlen der RaubĂŒberfĂ€lle, insbesondere die TaschendiebstĂ€hle. Mein Lösungsgedanke dazu war, dass ich nicht so vieles in meiner Tasche mitnehmen werde. Sei es Geld, Dokumente oder andere wichtige Sachen. Gelöst habe ich dieses Problem vor Ort, indem ich fast jeden Tag nur einen kleinen Geldbetrag mit meiner Kreditkarte an dem Hoteleigenen Bankautomaten abgehoben habe. Somit hatte ich nicht viel Geld bei mir. Mein Portmonnaie und meine anderen Wertsachen habe ich tagsĂŒber im Hotel-Safe eingeschlossen.

Jedenfalls kam ich so in eine richtige GrĂŒbelfalle und auf einmal schien mir die ganze Urlaubsbuchung ein riesiger Fehler. HĂ€tte ich mich doch einfach dazu entschieden hier in Deutschland Urlaub zu machen… Auf der einen Seite habe ich mich riesig gefreut, auf der anderen Seite schienen diese ganzen Gedanken ĂŒber mögliche Probleme mich zu erdrĂŒcken.

Meerpanorama

Als ich meiner kleinen von der Buchung erzĂ€hlte, ist sie förmlich ausgeflippt und als ich sie so freudig sah, schoß mir nur ein Gedanke durch den Kopf: du ziehst das durch! Alleine deiner Tochter zur Liebe. Du schaffst das und es passiert schon nix. So viele Leute verreisen und es passiert nix, warum sollte gerade dir etwas passieren?

Urlaubsfeeling
Urlaubsfeeling

Und zack…weg war der große Berg an Problem-Gedanken. Nicht dass ich das alles auf die leichte Schulter genommen habe, ganz im Gegenteil. Aber ich wollte mich nicht weiter so verrĂŒckt machen. Und so langsam stieg eine richtige Vorfreude in mir auf.

Cocktail auf der Terrasse genießen

Der Urlaub kann kommen

Also haben wir Listen erstellt, was wir alles mitnehmen und was wir dort unternehmen wollen. Ausserdem habe ich mir noch ein Urlaubs-Budget zusammengestellt. In einer weiteren Notiz kamen die ganzen Reisedaten und wichtige Rufnummern rein. Das alles natĂŒrlich in Evernote. So hatte ich alles an einem Platz.

Über den Wolken
Über den Wolken

Die Anreise

Die Koffer waren schnell gepackt und Sonntag ging es dann auch schon los. Mittags sind wir mit dem Zug nach Leipzig gefahren und abends ging von dort unser Flieger nach Varna, Bulgarien. Mitten in der Nacht sind wir dann in unserem Hotel angekommen und waren heilfroh, als wir endlich schlafen konnten. Da das Hotel leider sehr hellhörig war, sind wir morgens aber auch wieder frĂŒh wach geworden. Aber egal, denn der Goldstrand musste ja erkundet werden. Und vor allem das Meer.

Unser Flieger
Unser Flieger

Leider ist das Schwarze Meer ziemlich unruhig, zumindest dort am Golstrand, weshalb meine kleine schnell die Lust am Baden im Meer verlor und wir nach zwei Stunden zum Hotelpool gingen. Dort verbrachten wir dann den Großteil unseres Urlaubs.

Der Goldstrand und unser Hotel

Der Strand und das Meer
Der Strand und das Meer
Unser Zimmer
Unser Zimmer

Der Goldstrand ist ja eigentlich fĂŒr Partyurlaube und auch als „Ersatz“-Ballermann bekannt und das bekamen wir auch stark zu spĂŒren. Besonders wenn die Partyleute nachts zurĂŒck ins Hotel kamen. Denn dann sind wir so gut wie immer wach geworden, obwohl es ein 4-Sterne Hotel war und etwas am Rande der Partymeile lag. Aber die WĂ€nde waren einfach so dĂŒnn, dass man alles hören konnte. DafĂŒr hatten wir aber ein schönes, modernes und großes Zimmer und von unserem Balkon aus konnten wir auch direkt das Meer sehen. Denn das Hotel wurde nur durch die Promenade vom Strand getrennt.

Blick aufs Meer vom Balkon aus
Blick aufs Meer vom Balkon aus

Die Terrasse

Unser Pool
Unser Pool

Die Promenade

Panorama auf die Strandpromenade
Panorama auf die Strandpromenade
Blick auf die Strandpromenade
Blick auf die Strandpromenade
Der Goldstrand
Der Goldstrand

Und die Promenade war auch sehr schön. Abends sind wir dort sehr gerne mit unseren Inlinern, welche wir mitgenommen hatten, gefahren. Unsere Inliner waren dort jedes Mal ein kleines Highlight. Mehrmals wurden wir auf die angesprochen.

Fisch-Fuß-Massage
Fisch-Fuß-Massage

Ein absolutes Highlight fĂŒr mich war, dass man sich auf der Promenade mit einer Schlange fotografieren lassen konnte. Ich finde Schlangen schon sehr lange interessant, aber bisher hatte ich nur kleinere Schlangen gehalten und so eine große direkt um meinen Hals, das war schon etwas besonderes.

Ein Foto mit der Schlange

Das Essen

Das Essen im Hotel
Das Essen im Hotel
Riesige Eisportionen
Riesige Eisportionen

FĂŒr den Urlaub hatte ich All Inclusive gebucht. Somit konnten wir im Hotel unbegrenzt Essen und Trinken. Das Essen im Hotel war, sagne wir mal, in Ordnung. Allerdings ist das Bulgarische Essen fĂŒr uns etwas gewöhnungsbedĂŒrftig gewesen, da es doch sehr fettig und seltsam miteinander kombiniert ist. Bis auf einige Ausnahmen. Nach ungefĂ€hr einer Woche konnten wir das Essen im Hotel nicht mehr sehen und sind nur noch auswĂ€rts essen gegangen. Was zum GlĂŒck in Bulgarien sehr gĂŒnstig ist. Und in den umliegenden Restaurants gab es richtige Leckereien wie Pelmeni und Miesmuscheln und das alles zu unglaublich gĂŒnstigen Preisen.

Essen auswÀrts
Essen auswÀrts
Köstlichkeiten zum Sparpreis
Köstlichkeiten zum Sparpreis
Ein Teller voll Miesmuscheln
Ein Teller voll Miesmuscheln

Unser Ausflug

Einen Ausflug haben wir auch unternommen und der ging in das 2 km entfernte Aquapolis. Das ist ein großes Schwimmparadies mit einigen Rutschen und unterschiedlichen Wasserbecken fĂŒr Klein und Groß. Allerdings waren wir ein bisschen enttĂ€uscht, weil die Darstellung des Aquapolis im Internet irgendwie grĂ¶ĂŸer rĂŒber kam.

Fazit

RĂŒckblickend betrachtet war es doch ein schöner und erholsamer Urlaub und beim Schreiben dieses Posts freue ich mich auch schon auf den nĂ€chsten Sommerurlaub. Das Gute ist, dass keines meiner zu Anfangs genannten BefĂŒrchtungen eingetreten ist. Allerdings möchte ich trotzdem nicht mehr nach Bulgarien. Denn es gibt noch einige andere Reiseziele, die ich sehen möchte. Zudem waren mir 10 Tage dort einfach zu lange. Ich habe die Zeit zwar intensiv mit meiner kleinen und auch fĂŒr mich genutzt, um einfach mal abzuschalten und zu entspannen, aber nur so im Hotel und am Pool ist dann doch nicht wirklich was fĂŒr mich. Zumindest nicht ĂŒber so einen langen Zeitraum.

Warst Du auch schon mal in Bulgarien? Und wenn ja, wie hat es Dir gefallen?

Liebe GrĂŒĂŸe,

Julia

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