Im ersten Teil meines Skiurlaubs habe ich euch ja mein Hotel vorgestellt. Im zweiten Teil waren die beiden Snowboardtage in Innsbruck an der Reihe und heute gibt es den dritten und letzten Teil über meine beiden Snowboardtage auf dem Stubaier Gletscher.

Ich möchte aber an dieser Stelle anmerken, dass ich eigentlich nicht so der Wintertyp bin. Aber dank eines sehr lieben Menschen ist das Interesse am Snowboarden und den Bergen doch in mir geweckt worden. Als ich beschloss am Samstag auf den Gletscher zu gehen hatte ich wirklich null Ahnung was mich dort erwartet und eigentlich auch keinerlei Erwartungen.

Jedenfalls musste ich vom Hotel erst einmal knappe 45 Minuten nach Stubaital mit dem Auto fahren. Dort angekommen hat ein Bus alle Ski- und Snowboardlustigen bis zum Stubaier-Gletscher-Lift gebracht.

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Und dann ging es auch schon mit der Gondel hoch auf die Berge. In der Zwischenstation Eisgrat bin ich dann in eine weitere Gondel umgestiegen, um ganz nach oben zum „Top of Tyrol – 3210 m“ zu kommen.

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Dort gab es noch eine Plattform zu der man gute 100 Meter zu Fuß hoch gehen musste. Ich fand das bisschen anstrengend, weil auf dieser Höhe die Luft auch sehr dünn ist und mir das Atmen schwer gefallen ist. Aber der Aufstieg hat sich mehr als gelohnt, denn die Aussicht von dort oben hat mir die Sprache verschlagen und ich war richtig fasziniert von den ganzen Gipfeln, welche in einem Meer von Nebel umgeben waren.

Und wenn ich jetzt wieder dran denke… *hach* „Ich will wieder zurück.“ 🙂 Nun gut, jetzt bin ich wieder zu Hause und freue mich schon auf den nächsten Snowboardurlaub.

Am ersten Tag auf dem Gletscher, also Samstag, war allerbestes Wetter. Der Himmel war strahlend Blau und die Sonne schien so wunderschön. (Übrigens: Die Bilder haben keinen Filter. 🙂 ) Jedenfalls war ich wirklich sehr happy und extrem aufgeregt. Also schnallte ich mein Board an und… rutschte los. Fahren kann man das eigentlich noch nicht wirklich nennen. Pendeln würde das wahrscheinlich auch noch sehr gut beschreiben. 😉 So pendelte ich von links nach rechts die Pisten runter. Aber das hat mir auch schon sehr viel Spaß gemacht und jeder fängt ja mal klein an und wegen meiner Hand und… ach was solls: Ich hatte son bisschen Schiss! 😀 Als ich dann eine andere Piste runter gefahren bin, gab es nur zwei Möglichkeiten wieder hoch zu kommen. Entweder über einen Schlepplift (das ist son Ding, da klemmt man sich son Haken zwischen die Beine und lässt sich hoch ziehen) oder über ein Sessellift. Da der Sessellift aber in eine andere Richtung fuhr, als ich wollte, musste ich mit dem Schlepplift hoch. Und sooo schwer konnte das doch nicht sein. 😉 Ja, damit hatte ich mich getäuscht. Beim ersten Mal bin ich bisschen höher gekommen, hingeflogen und auf dem Snowboard am Rand wieder runter gerutscht. Das hat aber auch Spaß gemacht. 😉 Also nochmal an den Schlepplift ran und dann hab ich es noch nicht mal wirklich bis zum Anfang des ersten Hügels geschafft.  So langsam verlor ich meine Nerven und wurde immer frustrierter. Da blieb mir also nur der Sessellift in die komplett andere Richtung als ich eigentlich wollte. Ach und der Sessellift führte auch noch zu einer Piste, welche beim runter fahren komplett im Nebel lag, wodurch man extrem schlechte Sicht hatte und ich als Anfängerin war völligst verzweifelt. Aber mir blieb ja nix anderes übrig.

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Ich habe Dir mal den Pistenplan des Stubaier Gletscher abfotografiert.

Lange Rede, kurzer Sinn: Sessellift hoch – Piste 10 runter – Piste 4a weiter runter – völligst entnervt und aufgelöst an der Mittelstation angekommen – mit der Gondel hoch zur Eisgratstation – Pause. Das ganze hat mich über ne Stunde Zeit gekostet und es war schon Nachmittag und ich hatte kein Bock mehr. Deswegen hab ich noch was gegessen und bin dann mit der Gondel wieder runter und zurück ins Hotel gefahren. Dort habe ich mich dann in der Panorama-Sauna wieder schön entspannt und erwatungsvoll und etwas nervös an den nächsten und letzten Tag, Sonntag, gedacht.

Sonntag bin ich sehr früh aufgestanden. Denn jetzt wollte ich es wissen. Es kann doch nicht sein, dass alle anderen Snowboarden können und ich krieg das irgendwie nicht hin… Also gefrühstückt, Sachen gepackt, ausgecheckt und ab zum Gletscher. Und sieh einer an: das Snowboarden am Samstag hat mich nur noch entschlossener gemacht. Leider hat das Wetter am Sonntag wirklich gar nicht mitgespielt. Es war sehr nebelig.

Zwischendurch ist die Sonne durchgebrochen und die Zeit habe ich dann auch genutzt.

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Jedenfalls habe ich es hinbekommen, gerade die Pisten runter zu fahren und habe dadurch auch mehr Speed bekommen. Und ich hab gelernt zu bremsen. Also richtig zu bremsen. Während dem „gerade-aus“ fahren, das hintere Bein nach vorne reißen und durch das Quer-Stehen des Boards bremst man dann. Was für ein Erfolgsgefühl das war. 🙂 Immerhin war ich jetzt in der Lage, die Piste mit höherer Geschwindigkeit runter zu fahren und schnell zu bremsen. Als ich das dann einigermaßen konnte, machte ich mich ans Voderkante-fahren dran. Das hat sich aber etwas schwieriger gestaltet. Dafür bin ich extra am Rand der Piste gefahren, wo mehr Schnee ist, damit es nicht so hart ist beim Fallen. 😉 Ein bisschen hat das auch schon geklappt, aber noch nicht so gut. Und wegen des Wetters konnte ich das dann auch leider nicht weiter üben.

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Zum Abschluss habe ich noch im Restaurant Eisgrat wieder was gegessen und bin dann trotz des starken Nebels (man konnte kaum 3 Meter weit gucken) die Piste bis zur Mittelstation runter gefahren. Von dort ging es dann wieder mit der Gondel ganz runter, ab ins Auto und nach Hause.

Somit ging ein wirklich schöner Kurzurlaub (der viel zu kurz war 😉 ) zu Ende. Ich bin aber echt dankbar, für die ganzen Eindrücke und Erfahrungen, die ich dort machen konnte. Es hat sich wirklich gelohnt. Und ich weiß jetzt schon, dass es nicht das letzte Mal war, in Österreich zu Snowboarden. 🙂 Und dann berichte ich euch gerne wieder hier darüber. 😉

Liebe Grüße,

Julia

Skiurlaub: Teil 3 – Stubaier Gletscher
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