Venedig

Nachdem du deine Ziele bestimmt und deine Werte festgelegt hast, ist nun das Visualisieren deiner Ziele an der Reihe.

Ziele und Werte zu haben ist schön, gut und auch wichtig. Aber wenn du dir nicht vorstellen kannst, was du überhaupt erreichen willst, dann wirst du es auch nicht erreichen.
Wenn du dir das Ziel gesetzt hast in 10 Wochen 10 kg abzunehmen, dann sind dies in dem Moment nur Zahlen. Kannst Du dir überhaupt vorstellen, wie du mit 10 kg weniger aussiehst? Weißt du was das für ein Gefühl bei dir auslösen wird? Wie wird sich dein Leben verändern?

Du kannst dein Gehirn austricksen

Beim Visualisieren tricksen wir unser Gehirn ein bisschen aus. Denn eigentlich macht unser Gehirn genau das, was wir denken. Wenn wir denken, dass wir schlecht sind, dann stellt unser Gehirn sich darauf ein, dass wir schlecht sind und wird uns dementsprechend daran hindern besser zu werden. Wenn wir denken, dass wir nicht abnehmen können, dann werden wir auch nicht abnehmen. Denn unser Gehirn wird in jedem Fall alles daran setzen uns in unserem Denken zu unterstützen.
Eigentlich ist das doch Genial. Vorausgesetzt, wir nutzen diese Tatsache FÜR uns und nicht gegen uns.

Du kennst bestimmt die Redewendung:

Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte.

Und genau das ist der Punkt: die meisten Menschen reagieren stärker auf Bilder, als auf Texte. Der eine mehr, der andere weniger. Aber ein Bild ist immer ansprechender, als ein Text. Beides zusammen ist natürlich noch wirkungsvoller.

Wenn du dir als Ziel gesetzt hast, 10 kg abzunehmen (um beim obigen Beispiel zu bleiben) und dir ganz genau vor Augen führst, wie du dann aussehen wirst, was du für Klamotten tragen wirst, wie dich andere anschauen werden, wie du dich selber fühlen wirst, usw. dann führst du dieses Bild immer wieder deinem Gehirn vor.
Nach einiger Zeit wird dein Gehirn denken, dass es tatsächlich so ist und wird dich in deinem Denken, Tun und Handeln darin unterstützen, das Ziel zu erreichen.
Selbstverständlich musst du dann auch etwas dafür tun. Du kannst dich nicht einfach hinsetzen, dir etwas vorstellen und dann bekommst du es. So einfach ist es dann doch wieder nicht.

Wenn deine Motiviation mal wieder Pause macht und du dein Ziel aus den Augen verlierst, dann schau dir einfach deine Visualisierungen an und schon bist du wieder auf Kurs. Und jetzt verrate ich dir 5 Schritte und Tipps, wie das funktioniert.

5 Schritte und Tipps zum Visualisieren deiner Ziele

  1. Lege dir ein „Visual Board“ an.

  2. Ein Visual Board kann ein Blatt Papier oder auch ein ganzes Buch sein. Und jetzt darfst du wieder etwas Kind sein. Stell dir deine Ziele ganz genau vor und suche nach Bildern, die diese Ziele für dich am Besten darstellen. Anschließend erstellst du dir daraus eine Collage auf deinem Visual Board zum regelmäßigen Visualisieren deiner Ziele. Dieses legst du am Besten direkt neben deinem Bett, damit du dir deine Ziele vor dem Schlafen gehen und direkt nach dem Aufwachen einmal vor Augen halten kannst.

  3. Fotografiere dein Visual Board mit deinem Smartphone

  4. Wenn du im Laufe des Tages mal wieder einen Motivatinosschub brauchst und du hast dein Visual Board grad nicht zur Hand, dann wirkt ein Foto von diesem wahre Wunder. Schau es dir im Laufe des Tages immer mal wieder an. So verinnerlichst du deine Ziele noch viel stärker.

  5. Mach dein Visual Board zu deinem Sperrhintergrund

  6. Dies ist eigentlich ein Unterpunkt zum vorhergehenden, aber super effektiv. Überlege einmal, wie oft du am Tag auf dein Smartphone schaust. Jedes Mal wenn du die Uhrzeit ablesen willst, siehst du sofort dein Visual Board, oder wenn du etwas anderes an deinem Smartphone machen möchtest, dann ist das erste, was du siehst: dein Visual Board.

  7. Stell dir das erreichte Ziel vor.

  8. Stell dir mehrmals Täglich vor, wie es sein wird, wenn du dein Ziel erreicht hast. Male es dir dabei am Besten so bunt aus wie möglich. Und stell dir jedes einzelne Gefühl vor, welches du dann haben wirst. Wenn eines deiner Ziele ein bestimmter Abschluss ist, dann stell dir einfach vor, wie du dich fühlen wirst, wenn du diesen Abschluss erreicht hast. Was wirst du dann machen? Versetze dich also so gut es geht in diese Lage hinein.

  9. Gönne anderen das, was du gerne willst.

  10. Und dieser Punkt ist ganz wichtig. Er dient zwar nicht direkt dem Visualisieren, aber er ist wirklich wichtig. Wenn du jemanden siehst, der das, was du gerne möchtest schon erreicht hat, dass du es dieser Person von Herzen gönnst und keinerlei negative (z.B. Neid) Gefühle aufkommen lässt. Freue dich für diese Person und fokussiere dich anschließend wieder auf dich und arbeite an deinem Ziel weiter. Was du auch machen kannst ist, dir diese Situation als Ansporn nehmen. Aber achte dabei darauf, dass du wirklich keine negativen Gefühle empfindest.

    Und das soll funktionieren?

    Vielleicht denkst du dir jetzt, dass das doch alles Kindergarten ist und das sowas doch kein erwachsener Mensch macht. Ich schätze mal, dass in jedem von uns ein Kind steckt und Tatsache ist, dass so gut wie alle erfolgreichen Menschen ihre Ziele regelmäßig bildlich festhalten und diese täglich visualisieren.
    Jetzt kann man darüber streiten, ob deren Erfolg wirklich damit zusammen hängt oder nicht.
    Zumindest lässt sich dies als gemeinsame Konstante feststellen. Aber ich denke, dass es einen Versuch wert ist.
    Wenn du in 10 oder 20 Jahren dein Visual Board irgendwo zwischen einem Stapel von Papieren wiederfindest und stellst auf einmal fest, dass du alle diese Ziele erreicht hast: wäre das nicht ein geniales Gefühl?
    Wenn dem nicht so sein sollte, dann kannst du ja immer noch darüber lachen. 😉

    Und jetzt bist du an der Reihe: erstelle dein eigenes Visual Board und beginne mit dem Visualisieren deiner Ziele. Ich wünsche dir viel Erfolg und vor allem Freude dabei.

    Liebe Grüße,

    Julia

    COYEL – 5 Schritte und Tipps zum Visualisieren deiner Ziele

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