Strand in Italien

Die erste Woche unserer Rundreise verbrachten wir am Gardasee, in Venedig und in der Toskana in Hotels.
In der zweiten Woche waren wir komplett auf uns alleine gestellt.

Ich hatte im Vorfeld zwar schon einige Campingplätze in der Gegend in Toskana rausgesucht, aber nichts gebucht, da ich mir die Freiheit lassen wollte, spontan zu entscheiden wo wir hinfahren. Am Tag unserer Abreise vom Calamidoro Hotel machten wir noch einen kurzen Abstecher in die Stadt Livorno. Dort gibt es ein Aquarium (so wie bei uns in Deutschland das Sea Life) wo ich die Hoffnung hatte, dass ich dort mit den Haien tauchen dürfte; ohne Tauchschein. Hier in Deutschland ist dies nur mit Tauchschein möglich und den hab ich noch nicht.

Der schiefe Turm von Pisa

Livorno

Also sind wir nach Livorno gefahren. Dort bin ich einfach an die Kasse gegangen und wollte mich erkundigen. Auf Englisch fragte ich die Kassiererin: „I have a question: is it possible to dive with sharks here?“. Als die mich völligst erschrocken anguckte, wusste ich, dass sie mich falsch verstanden haben musste und ich glaube, wenn die dort so einen Sicherheitsknopf gehabt hätte, dann hätte sie den bestimmt im Null-Komma-Nix gedrückt. Sie guckte einmal meine Tochter an und fragte mich dann mit weit aufgerissenen Augen: „You want to die with the sharks?“ Ich musste anfangen zu lachen und habe mich mit „I want to swim with the sharks“ korrigiert.
Leider ist dies dort überhaupt nicht möglich gewesen. Kann natürlich auch sein, dass sie so einen Schrecken hatte und keinen klaren Gedanken fassen konnte und einfach verneint hat. Also packte ich meine Tochter und wir fuhren weiter nördlich nach Pisa.

Pisa

Der schiefe Turm von Pisa

Dort wollte ich schon immer mal hin. Zum schiefen Turm von Pisa. Und als wir in Pisa ankamen, war ich sehr enttäuscht. Beinahe hätten wir den schiefen Turm übersehen, so klein war der. Ich hatte mir den irgendwie immer größer vorgestellt. Aber nein, der ist gefühlt gerade mal so groß, wie ein Hochhaus hier in Deutschland. Und ich fand jetzt auch nicht, dass er so eine tolle Attraktion war. Dazu kam natürlich auch, dass sehr viele Touristen denselben Gedanken hatten wie wir, weshalb dort natürlich viele Menschen waren. Also machten wir schnell ein paar Fotos, diese typischen Touri-Bilder, wo man versucht den Turm umzuschmeißen.

Der schiefe Turm von Pisa

Das hat meine Tochter von mir sogar echt gut hinbekommen. Am Stand vor dem Gelände kauften wir noch ein paar Souvenirs und machten uns dann auf den Weg zu unserem Auto.

Der schiefe Turm von Pisa

Der Tag neigte sich so langsam dem Abend zu und ich hatte noch keine Ahnung, wo wir schlafen sollten. Ich gab in mein Navi die Adresse eines Campingplatzes ein und fuhr los. Als wir in die Nähe des Ortes kamen, wo der Campingplatz war, merkte ich schon, dass dieser total überlaufen ist. Aber egal, wir wollten schlafen. Letzten Endes haben wir uns dann doch für einen anderen Campingplatz namens BoscoVerde entschieden, da dieser auch näher am Meer lag.

Campingplatz BoscoVerde

Campingplatz BoscoVerde

Campingplatz BoscoVerde

Auf dem Campingplatz BoscoVerde haben wir zwei Nächte verbracht.

Schlafplatz im Van

An beiden Abenden haben wir gegrillt, auf meinem süßen, neuen und kleinen Kugelgrill. Ich war schon ganz schön stolz, als ich das erste Mal das Feuer anbekommen hatte, nachdem ich den zusammen gebaut bekommen hab. 😉 Ich hatte noch nie zuvor einen Grill angemacht. Warum auch, bis jetzt waren ja immer Männer dabei wenn wir gegrillt haben…

Grill zusammen bauen

Grill anmachen

Ich hatte irgendwo mal gelesen, dass es total lecker sein soll, Nektarinen zu grillen und da wir noch welche übrig hatten, hab ich dies natürlich sofort ausprobiert.

Mein Fazit: gegrillte Nektarinen sind einfach nur köstlich!

Gegrillte Nektarinen

Der Zucker in den Nektarinen karamellisiert und verleiht diesen einen noch intensiveren Geschmack. Wirklich, sehr lecker. Hierfür habe ich einfach Nektarinenhälften genommen und von beiden Seiten auf dem Grill gegrillt, bis diese weich wurden.

Fleisch grillen

Aber jetzt zum Campingplatz: hier hatten wir alles, was man zum Leben braucht.

Einkaufsmöglichkeit Campingplatz

Spielplatz Cmapingplatz

Zwei kleine Supermärkte, saubere Sanitäranlagen, einen Pool, WLAN (leider mit sehr schlechtem Signal), Strom und einen Stellplatz, welchen wir uns frei wählen konnten.

Sanitäranlagen Campingplatz

Sanitäranlagen Campingplatz

Sanitäranlagen Campingplatz

Dort stellten wir unseren Van hin und davor noch einen kleinen Tisch, zwei Stühle und den Grill und fertig waren wir. 😀
Super, easy. Ja, die anderen Camper fanden das irgendwie sehr interessant, besonders als ich da mit dem Fön stand und den Grill anmachte.
Nach der ersten Nacht sind wir nach dem Frühstück direkt ans Meer gegangen. Dort haben wir ein paar Stunden verbracht. Meine Tochter hat sich besonders gefreut, als sie feststellte, dass sie ziemlich weit ins Meer rein gehen konnte, bis es tiefer wurde und ab dem Zeitpunkt konnte ich sie nur schwer aus dem Wasser bekommen. Irgendwann hab ich es dann doch geschafft und wir sind zurück gegangen.

Strand in Italien

Was kommt als nächstes

Am nächsten Morgen wollte ich irgendwie schon wieder weiter. Ich wusste nur nicht so wirklich wohin. Dieser Campingplatz gefiel mir eigentlich ganz gut, aber ich wollte ja auch noch was anderes sehen. So überlegte ich hin und her und sah zu, wie eine deutsche Familie neben uns ihre Sachen packten, da die auch eine Rundreise machten und jeden Tag an einem anderen Ort waren. In dem Moment rief mein Bruder mich an und teilte mir mit, dass er mit seiner Familie schon früher in den Urlaub fährt und ob wir uns nicht im Süden von Deutschland treffen und ein paar Tage zusammen Urlaub machen wollen. Das war für mich der Startschuss. Sofort packten meine Tochter und ich unsere paar Sachen zusammen, meldeten uns vom Campingplatz ab und fuhren…erstmal in Richtung Wörthersee. Da mein Bruder erst an dem Abend los fahren wollte, würde er am nächsten Tag ankommen, also dachte ich mir, wir fahren für eine Nacht noch an den Wörthersee. Ja ich weiß, das war ein totaler Umweg. Aber ich wollte dort auch noch unbedingt hin.

Und vom Wörthersee und dem Rest unserer Rundreise erfährst Du in meinen nächsten Artikeln. 🙂

Liebe Grüße,

Julia

Bella Italia – Rundreise – ab jetzt auf dem Campingplatz
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